Augsburg-Kriegshaber

Bildarchiv Bayerischer Landtag, Foto Rolf Poss

Geschichte

Seit dem 16. Jahrhundert existierte im heutigen Augsburger Stadtteil Kriegshaber eine jüdische Gemeinde. Die meisten der in Kriegshaber ansässigen Juden, die Mitte des 18. Jahrhunderts die Bevölkerungsmehrheit in dem damals selbstständigen Ort stellten, waren im Vieh- oder Warenhandel tätig. Fast dreihundert Jahre lang diente ihnen die Synagoge in der Ulmer Straße als Betraum. Sie hat zwei Weltkriege überstanden und blieb von den Pogromen 1938 verschont.
Als ältestes erhaltenes jüdisches Gotteshaus in Bayerisch-Schwaben fungiert die Ehemalige Synagoge Kriegshaber seit 2014 als zweiter Standort des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben. Bei der Sanierung sind im Inneren der ehemaligen Synagoge eindrucksvolle Spuren ihrer wechselvollen Geschichte erhalten geblieben. Zusammen mit der Rabbiner-Wohnung im Erdgeschoss bietet die ehemalige Synagoge heute Raum für Lernen, Erinnerung und kulturellen Austausch.

Spuren jüdischen Lebens

  • Ehemalige Synagoge Kriegshaber, Ulmer Straße 228, 86156 Augsburg
  • Jüdischer Friedhof in Kriegshaber, Hooverstraße 15
  • ehemalige jüdische Wohnhäuser in Kriegshaber, rund um die Ulmer Straße 228 gelegen

Kontakt

Jüdisches Museum Augsburg Schwaben, Standort Ehemalige Synagoge Kriegshaber
Ulmer Straße 228
86156 Augsburg
Tel.: 0821-44428717
E-Mail: kh@jmaugsburg.de
Internet: Homepage des Jüdischen Museum Augsburg Schwaben

 

Besichtigung/Führung

  • Ehemalige Synagoge Kriegshaber:
    Donnerstag bis Sonntag: 14 Uhr bis 18 Uhr
    Eintritt: 6,00 €, ermäßigt 3,00 €
    Multimedia-Guide: 3,00 €, ermäßigt 2,00 €
    Führungen und Workshops nach Vereinbarung
  • Jüdischer Friedhof in Kriegshaber:
    Führungen nach Vereinbarung
Bildarchiv Bayerischer Landtag, Foto Rolf Poss
Bildarchiv Bayerischer Landtag, Foto Rolf Poss