Memmingen

Bildarchiv Bayerischer Landtag, Foto Rolf Poss

Geschichte

Nach der Vertreibung der mittelalterlichen jüdischen Gemeinde von Memmingen war es Juden erst ab 1861 wieder erlaubt, sich in der Stadt niederzulassen. 1875 wurde den Memminger Juden das Anlegen eines Friedhofs gestattet. 1909 konnte die jüdische Gemeinde von Memmingen die neugebaute Synagoge einweihen, die im Zuge des Novemberpogroms 1938 abgebrochen wurde.
Im Stadtmuseum Memmingen widmet sich die historisch konzipierte Abteilung „Jüdisches Leben in Memmingen“ der Zeit vom 19. Jahrhundert bis zur Deportation und Ermordung der jüdischen Bürger während des Nationalsozialismus. Im Fokus der Präsentation steht das Streben der Memminger Juden um 1900 nach gesellschaftlicher, politischer und ökonomischer Integration. Archivalische Quellen, persönliche Erinnerungsstücke und Zeitzeugeninterviews belegen die Zeit zwischen Beginn der Integration bis zum Ende der jüdischen Gemeinde durch Deportation und Ermordung im Nationalsozialismus.

Spuren jüdischen Lebens

  • Stadtmuseum Memmingen, Abteilung „Jüdisches Leben in Memmingen“, Zangmeisterstraße 8 (Eingang Hermansgasse), 87700 Memmingen
  • Jüdischer Friedhof, Am Judenfriedhof
  • Gedenkstätte am Standort der ehemaligen Synagoge zur Erinnerung an die jüdischen Bürger, Schweizerberg/Ecke Kaisergraben

Kontakt

Kulturamt der Stadt Memmingen
Tel.: 08331-850131
E-Mail: kulturamt@memmingen.de

Stadtmuseum Memmingen
Tel.: 08331-850134
E-Mail: stadtmuseum@memmingen.de

 

Besichtigung, Führung

  • Stadtmuseum Memmingen, geöffnet Mai bis Januar:
    Dienstag bis Sonntag und feiertags: 11 Uhr bis 17 Uhr
    Eintritt: frei
    Führungen nach Vereinbarung
  • Jüdischer Friedhof:
    Besichtigung und Führungen können über das Kulturamt der Stadt Memmingen vereinbart werden
Bildarchiv Bayerischer Landtag, Foto Rolf Poss
Bildarchiv Bayerischer Landtag, Foto Rolf Poss

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